Blueme-Narr

Einer kleinen Revolution kam es gleich, als im Februar 2002 bekannt wurde, dass sich eine Frauengruppe ernsthaft mit der Gestaltung eines neuen Narrenhäses beschäftigt. Nach 112 Jahren ohne Frauen im historischen Häs, war die Zeit reif, die Ecke der Zuschauerin am Straßenrand zu verlassen und selbst ins Häs zu schlüpfen. Man holte die VSAN mit ins Boot, um die neue Gruppe in die Narrenzunft zu integrieren, die Generalversammlung entschied sich mehrheitlich für die Schaffung einer familiengerechten Gruppe.

In einer alten Vorlage eines „Blumenhansels“ fand sich ein passendes Häs samt Maske und schon 2003 wurde der Entwurf der neuen Figur den Mitgliedern vorgestellt. Ein Jahr später war ein Musterhäs fertig. 2005 erfolgte die Aufnahme durch die VSAN an deren Hauptversammlung vor Ort, die Figur wird dann am Zunftball offiziell in Bräunlingen vorgestellt.

Im Januar 2006 folgte der erste Auftritt beim Narrentreffen in Weingarten. Der Blueme-Narr sollte sich vom Hansel unterscheiden. Deshalb wird das Leinen in hellbräunlichem Farbton mit von den örtlichen Häsmalern in Öl bemalten Blumenmotiven versehen. Dazu Maske und Säsack mit Leckereien, wie Brezeln und abgepacktenSonnenblumensamen und einem Geschellriemen um die Taille. Das jüngste Kind der „Eintracht“ ist längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen, integriert und umfasst mittlerweile 50 aktive Frauen und 50 Kinder-Blueme-Narre.

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