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WER’S NIT KENNT, HÄT EBBIS VOBASST

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Narrenzunft

Die Narrenzunft ist einem ständigen Wandel unterworfen, man passt sich den jeweiligen Verhältnissen an. Es gilt der Leitspruch „Tradition heißt nicht die Asche aufbewahren, sondern das Feuer weitergeben“! Wir erfinden uns ständig neu, den Traditionen verpflichtet, aber auch mit neuen Strukturen der Zeit angepasst. Ein Beispiel für diesen Wandel war die Aufnahme von Frauen 2005 mit der Figur der Blueme-Narre in unsere Zunft. Fasnet ist schließlich nicht „Männersache“, sondern ein Familienerlebnis, von dem wir niemanden ausschließen dürfen. Das wäre rückständig und aus der Zeit gefallen.

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FIGUREN & BOTSCHAFTER

Briilinger Fasnet – ’s goht dägegä

Narrenbrunnen

Im Sommer 2004 hat sich die Narrenzunft “Eintracht” Bräunlingen einen seit vielen Jahren vorhandenen Wunsch erfüllt. Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadtverwaltung und durch die Bräunlinger Geschäftswelt sowie Förderer der Narrenzunft konnte der Narrenbrunnen geschaffen und mit viel ehrenamtlichen Engagement die Hoffläche um das Zunfthaus gestaltet werden.

Der am Zunfthaus an exponierter Stelle im Stadtbild aufgestellte Brunnen ist eine Hommage an die Narrenzunft und an die verschiedenen Figuren und Gruppen der traditionellen Bräunlinger Fasnacht. Das Narrenschiff schuf der Bildhauer Bernhard Wintermantel aus Hüfingen. Das Vorbild für die Art der Darstellung der einheimischen Fasnacht ist der mittelalterliche Bestseller des Basler Juristen, Stadtschreiber und Satirikers Sebastian Brant aus dem Jahre 1494. Das Narrenschiff bot die Möglichkeiten, die vielen Facetten der Brülinger Fasnet aufzunehmen. Keine der traditionellen Figuren sollte hervorgehoben werden.

Motivischer Grundgedanken ist eine ausgedachte Geschichte, die erzählt, wie die Brülinger Narren zu ihrem Zunfthaus gekommen sind. (Näheres sh. nachstehend).

Das Schiff ist natürlich nicht seetauglich, denn es symbolisiert neben dem mittelalterlichen Narrenschiff auch die Umzugswagen der Schauspielfasnet. Im Zeichen der verkehrten Welt liegt das Schiff nicht im Wasser, sondern Wasser fließt aus dem zum Narrenbrunnen gewordenen Schiff. Das Narrenschiff verkörpert das Gemeinschaftliche der Bräunlinger Narren und den Archetyp des Umzugswagen. Die im Rumpf liegenden Utensilien bieten reichlich Anlass, das Spektrum der örtlichen Fasnet im räumlichen und inhaltlichen Zusammenhang mit dem Zunfthaus, der Heimat der Narren, im Brunnenmotiv einzubringen. Die konkret-kollagenhafte Darstellung wird auf adäquate Weise in die großen Narren- und Narrenbrunnentradition gestellt.

Die feierliche Enthüllung des Narrenbrunnes fand am 26. Juni 2004 statt und wurde von Zunftmeister Fritz Kalb, Bürgermeister Jürgen Guse und dem Präsidenten der VSAN Roland Wehrle vor zahlreichen Gästen vorgenommen.

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Wie die Bräunlinger Narrenzunft zu einem Narrenschiff kommt!

Der Bräunlinger Narrenbrunnen erzählt die Geschichte vom Ursprungsmythos der Bräunlinger Narren, er erzählt, wie die Narren nach Bräunlingen in ihr Domizil in der Blaumeerstraße gekommen sind. Diese Geschichte lautet folgendermaßen: Die Narren, die später die Bräunlinger Narren werden sollten, sitzen wie es die Narren so tun, in ihrem Narrenschiff und treiben auf dem Meer des Lebens.

Das Schiff haben sie selber gebaut, so gut sie es als Narren können. Sie haben es mit den Materialien gebaut, mit denen sie sich normalerweise abgeben – leider lauter Dinge, die im täglichen Leben zwar Erfolg bringen, ihren Mann nähren, die jedoch nur sehr bedingt zum Schiffsbau taugen. Steuerruder, Segelmast, Anker – alles Dinge die man zum Navigieren eines Schiffes in den rettenden Hafen brauchen würde haben sie sowieso vergessen. Die Narren treiben also auf dem Meer des Lebens und lassen es sich gut gehen. Die See wird aber rauher, sie werden umgeworfen – der Sturm muss streng aus Osten geblasen haben, sie werden wohl an Hüfingen vorbeigetrieben worden sein, den Brändbach entlang der Buchhalde – sie werden in die Mündung des

Blaumeers gedrückt. Es muss sehr unruhig gewesen sein, denn plötzlich haben die Narren die Gefahr doch noch gesehen, haben noch – vergeblich versucht, einen notdürftigen Rettungs-Anker zu werfen… schon sind sie aber in nächster Nähe einer bedrohlichen Klippe, und – wie es die Bestimmung des Narrenschiffs ist – sie werden auf diesen Felsen geworfen, scheinen dem sicheren Untergang geweiht zu sein!

Aber nein… Es müssten nicht die zukünftigen Bräunlinger Narren sein – sie erkennen das Rettende in der Gefahr – wissen einen Ausweg. Kurzentschlossen entledigen sie sich all ihres Balastes an Narrenwerkzeugen und Attributen und klettern behend über Schiff und Klippe in das dahinterliegende Gebäude – in dem sie sich bald wohl fühlen – und – seit dieser Zeit sitzen. Das liegengebliebene Schiff aber, in das – im Zeichen der verkehrten Welt nicht das Wasser hinein, sondern aus dem heraus das Wasser in das Blaumeer fließt, gibt seither Zeugnis, wer hoch darüber residiert, wer zu den Bräunlinger Narren gehört und wer die Narretei in Bräunlingen ausübt.

Das Narrenschiffmotiv des Brunnens überträgt den Narrenschiffgedanken des oberrheinischen Humanisten Sebastian Brant aus dem 15. Jahrhundert nach Bräunlingen und führt in weiter bis an das bittere Ende des Schiffbruchs an der Klippe des Zunfthauses. Es stellt die traditionsreiche Bräunlinger Fasnacht bildlich in den Kontex des großen Narrengedankens, in dem sie die Wurzeln hat. Das Schiff, das gleichzeitig auch Fahrzeug und Tier ist, fragt nach dem Wesen des Narren, danach was einen Narren ausmacht.

Er verweist auf das Domizil der Narren und auf die herausragende Besonderheit der Bräunlinger Schauspiel- und Straßenfasnet. Als Symbol für die Gemeinschaft der Narrenzunft “Eintracht” Bräunlingen zeigt das Schiff mit den zurückgelassenen Utensilien gleichzeitig die Vielfalt der Zunft auf. Die Verwendung der für einen Schiffsbau untauglichen Materialien, mit denen die Narren aber erfolgreich das Jahr über arbeiteten, verweist auf die Uneindeutigkeit des Narrenbegriffs, auf die Brüche und Paradigmentwechsel.

Narren werden getrieben von der Zeit und von der Jagd nach dem Glück. Das Antriebselement, die Räder, widmen sich diesem Motiv, ohne als Räder tatsächlich zu taugen. Narren treiben in Ihrer Hast blind dem jähen Ende entgegen und sie sehen nicht die Kurzlebigkeit und Unzuverlässigkeit des Glücks.

Das Narrenschiff liegt nun gestrandet am Zunfthaus in der Blaumeerstraße, wo das Wasser verdrehterweise aus dem Schiff herausläuft und das Bächlein in der bildlich angelegten Blaumeerstraße speist.

Das gestrandete Narrenschiff aber, ein Bild des Unglücks und Untergangs, wird – ganz im Sinne der Hinführung von der Sünde zum Heil im Zusammenhang mit der Fasnacht im christlichen Weltbild – zum positiven Lebenssymbol des Brunnens, zum Bild einer aktiven, lebensbejahenden Gruppe in einem dynamischen Gemeinwesen.

PFLASTERUNG

Bei näherem Betrachten der Pflasterung entlang der Blaumeerstraße fallen die verschiedenen Verlegetechniken, die Vielfalt der verwendeten Natursteine sowie die Sandsteinblöcke und -platten auf. Der Grundgedanke für diese Gestaltung ist auf den ersten Blick nicht für Jedermann erkennbar.

Beim genaueren Betrachten nach der folgenden Beschreibung erschließt sich jedoch die Gestaltung: In der Wasserrinne, den Sandsteinblöcken und -platten sowie in der Pflasterung findet sich die Blaumeerstraße mit der sie begrenzenden Bebauung wieder.

Die Rinne stellt den Verlauf der Straße dar, die Aufweitung die Hoffläche beim Marienbrunnen. Die Sandsteine sind entsprechend der Bebauung angeordnet, jeder Sandstein stellt ein Haus dar, die Blöcke die markanten Gebäude wie Zunfthaus, ehem. Farrenstall, ehem. Schellenbergische Schloß und das alte Volksschulgebäude. Die abzweigenden Straßen wie Mittelgasse, Dekan-Metz-Straße, Mistegäßle und Kirchstraße finden sich ebenso wie die kleinen Gäßchen zum Grabenring.

Wieso Blaumeerstraße?

Interessant dürfte eine These zur Namensgebung der Blaumeerstraße sein, welche noch in früheren Jahrhunderten Wintergaß hieß. Im ersten Gebäudeversicherungsverzeichnis der Stadt Bräunlingen aus dem Jahr 1835 wurden die Gebäude mit Hausbezeichnungen versehen, in der Blaumeerstraße mit Bezug zum Meer, Wasser, Seegetier wie folgt bezeichnet.

Suchspiel: Finde die einzelnen Häuser in der Hofgestaltung.

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ZUNFTHAUS & ZUNFTSTUBE

Das Zunfthaus, in welchem eine Ausstellung über die Bräunlinger Fasnet, die Kostümkammer und die Zunftstube untergebracht sind, wurde in den Jahren 1904 – 1906 als Städtisches. Elektrizitätswerk gebaut. 1985 wurde es zum Zunfthaus umfunktioniert und ist seither Heimat der Narrenzunft.
Die Ausstellung über die örtliche Fasnet und die Zunftstube wurde 1985 eröffnet. Seit 1990 ist auch die Kostüm- oder Kleiderkammer dort untergebracht.
Der repräsentative Fachwerkbau wurde von Architekt Meckel aus Karlsruhe geplant.

KLEIDERKAMMER/KOSTÜMVERLEIH

Die Kostümkammer, der Fundus für die jährliche Schauspielfasnet, beherbergt derzeit etwa 10.000 Kostümteile aus vielen Zeitepochen. Der Fundus wird auch vielfach von Laienspielgruppen und für historische Fest- und Jubiläumsumzüge usw. in Anspruch genommen, wobei die Ausleihungen in den ganzen Raum der schwäbisch-alemanischen Fastnacht gehen.

 

Der Grundstock für die Kostümkammer wurde bereits im Jahr 1890 gelegt und kontinuierlich ausgebaut. 1971 wurden allerdings beim verheerenden Brand des alten Schulhauses – in dessen Dachgeschoß sich damals die Kleiderkammer befand – die Bestände der Kostümkammer stark dezimiert.

Doch dieser Verlust wurde in den vergangenen 30 Jahren wieder kompensiert.

Verwaltet wird die Kostümkammer vom Kammerwart.

Ausleihungen finden jeweils am Dienstag von 19.30 Uhr bis 20:30 Uhr statt.

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